FDP fordert deutliche Verbesserungen der Bahninfrastruktur am Konstanzer Bahnhof und im Landkreis
Patrick Konopka, FDP-Landtagskandidat im Wahlkreis Konstanz, hat sich gemeinsam mit Christian Jung, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, am Konstanzer Bahnhof ein Bild von der aktuellen Situation gemacht. Dabei wurde deutlich: Die bestehende Bahninfrastruktur stößt bereits heute an ihre Grenzen und muss dringend modernisiert und ausgebaut werden.
„Wer Konstanz im Bahnverkehr weiter ausbremst, schadet der ganzen Region. Wir Freie Demokraten werden nicht akzeptieren, dass der Süden Baden-Württembergs auf der Strecke bleibt“, verspricht Patrick Konopka, der Christian Jung aus diesem Grund zum Vororttermin eingeladen hat.
Im Mittelpunkt des Termins standen die infrastrukturellen Defizite am Bahnhof Konstanz. Besonders mit Blick auf den ab 2027 geplanten Hochrhein-Bodensee-Express ist der Bau eines vierten Gleises mit zugehörigem Bahnsteig aus Sicht der Freien Demokraten erforderlich. Auch die bestehende Personenunterführung ist deutlich zu eng dimensioniert und stellt insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ein Problem dar. Die häufig defekten Aufzüge verschärfen diese Situation zusätzlich. „Bei der großen Anzahl an Fahrgästen täglich und vor allem nachts ist eine enge Unterführung mit häufig defekten Aufzügen ein echtes Sicherheits- und Komfortproblem, das wird vor allem während der Vorweihnachtszeit oder am Seenachtsfest immer wieder deutlich“, erklärt Patrick Konopka.
Neben der konkreten Situation am Bahnhof Konstanz wurden auch die verkehrspolitischen Forderungen der FDP für die Stadt und den Landkreis Konstanz thematisiert. Zentrales Anliegen bleibt der Anschluss des Landkreises Konstanz an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn. In diesem Zusammenhang verweist die FDP auf die Aussage der neuen Bahnchefin, wonach bei der Bahn „alles auf links gedreht werden müsse“. „Wenn die Bahn – wie von der neuen Bahnchefin angekündigt – grundlegend reformiert werden soll, dann muss das auch in Regionen wie Konstanz konkret spürbar werden“, betont der leidenschaftliche Bahnfahrer Patrick Konopka.
Aus Sicht der FDP sind hierfür konkrete Maßnahmen notwendig:
- Die Verlängerung des in Singen gekappten Gäubahntakts bis Konstanz, um von dort einen direkten Anschluss nach Zürich zu ermöglichen. Ab Konstanz besteht bereits ein gesicherter Halbstundentakt der SBB nach Zürich.
- Der Bau eines weiteren Bahnsteigs am Bahnhof Konstanz zur Nutzung des vierten Gleises.
- Der schnellstmögliche Ersatz des elektromechanischen Stellwerks in Singen durch ein digitales Stellwerk, um kürzere Zugfolgezeiten und damit mehr Kapazität auf der Strecke zu ermöglichen. „Solange in Singen ein elektromechanisches Stellwerk in Betrieb ist, bleiben Kapazitätsgewinne auf der Strecke begrenzt“, erklärt Christian Jung.
- Als Kompensationsmaßnahme der künftigen Gäubahnkappung fordert die FDP von der Landesregierung die Finanzierung von täglich 16 statt der bislang beschlossenen 9 Zugpaaren für den Hochrhein-Bodensee-Express ab 2027. Nur so kann ganztägig eine stündliche Verbindung und damit der Anschluss an das Fernverkehrsnetz in Basel sichergestellt werden.
- Die Verlängerung der Seehas-Strecke von Engen nach Tuttlingen beziehungsweise Immendingen.
- Der dauerhafte Erhalt von ICE-Verbindungen von und nach Konstanz über die Schwarzwaldbahn, wie sie durch die frühere Konstanzer FDP-Bundestagsabgeordnete und jetzige Vorsitzende der Kreistagsfraktion Ann-Veruschka Jurisch auf den Weg gebracht wurden.
Patrick Konopka fordert: „Eine leistungsfähige und verlässliche Schieneninfrastruktur ist entscheidend für die Mobilität der Menschen, für den Wirtschaftsstandort Konstanz und für eine echte Verkehrswende. Dafür braucht es jetzt klare Entscheidungen und Investitionen.“ Christian Jung ergänzt: „Der Süden Baden-Württembergs darf bei der Bahn nicht weiter abgehängt werden. Die Landesregierung muss hier endlich Verantwortung übernehmen.“