FDP-Landtagskandidat im Wahlkreis Konstanz zu Besuch im Hotel 47°
Im Rahmen seiner Gespräche mit Unternehmen in der Region besuchte der FDP-Landtagskandidat Patrick Konopka das Hotel 47° in Konstanz. Im Austausch mit dessen Betreibern Frau Gabriela Ganter und Herrn Reinhard Thiele, standen die Herausforderungen der Hotellerie und Gastronomie im Mittelpunkt – von der Belastung durch Bürokratie bis hin zur schwierigen Mitarbeitergewinnung.
Ein zentrales Thema war die sogenannte Bettensteuer, die in Konstanz zusätzlich zur Tourismus- und Klimaschutzabgabe erhoben wird. Diese stelle, so die Hotelbetreiber, eine zusätzliche Belastung für Gäste und Betriebe dar, ohne dass eine direkte Gegenleistung für den Gast erkennbar sei.
„Hier wird ein falsches Signal gesetzt“, betonte Reinhard Thiele. „Statt zusätzlicher Abgaben, braucht es endlich einen konsequenten Bürokratieabbau, damit sich Unternehmen auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können – auf Qualität, Service und Innovation.“
Auch die Mitarbeitergewinnung und -bindung stelle die Branche vor Probleme. Die Hotellerie und Gastronomie kämpfen schon lange mit Fachkräftemangel und steigenden Wohnkosten. „Die FDP fordert, die Förderung von Mitarbeiterwohnungen auszubauen und die Errichtung von Auszubildenden-Wohnheimen gezielt zu unterstützen“, erklärte Patrick Konopka. „Bezahlbarer Wohnraum ist ein entscheidender Standortfaktor – gerade in einer Stadt wie Konstanz.“
Im Gespräch wurde zudem deutlich, dass Ausbildungsberufe in der Hotellerie und Gastronomie stärker in den Fokus der Berufsorientierung an Schulen rücken sollten. „Schülerinnen und Schüler müssen frühzeitig erfahren, welche Chancen und Perspektiven diese Branche bietet“, so Gabriela Ganter. Gleichzeitig müsse überlegt werden, wie Abbruchquoten in der beruflichen Ausbildung gesenkt werden könnten – etwa durch bessere Betreuung und flexiblere Ausbildungsmodelle.
Ein weiterer Punkt war die Zunahme großer Hotelprojekte im Industriegebiet, die mit vielen Betten, aber wenig Personal betrieben werden. Diese Entwicklung sehen Ganter und Thiele kritisch, da sie den inhabergeführten Häusern schaden, kaum langfristige Arbeitsplätze schaffen und durch das wenige Personal auch geringe Gewerbesteuereinnahmen erzeugen.
Darüber hinaus betont Konopka die ablehnende Haltung der FDP zur Verkleinerung des Seenachtsfestes. „Das Seenachtsfest hat eine enorme überregionale Strahlkraft und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Konstanz. Eine Verkleinerung wäre das völlig falsche Signal“, so Konopka.
Auch den Weihnachtsmarkt befürwortet die FDP ausdrücklich, da er wesentlich zur Attraktivität der Stadt beiträgt und zahlreiche Gäste in die Region zieht. In diesem Zusammenhang kritisiert Konopka die Deutsche Bahn scharf für die geplante Sperrung der Schwarzwaldbahn vom 14. November bis 12. Dezember. „Ausgerechnet in der umsatzstarken Vorweihnachtszeit eine wichtige Bahnverbindung stillzulegen, ist ein Schlag ins Gesicht des Einzelhandels und des Gastgewerbes“, so der FDP-Kandidat.
„Der Tourismus ist eine wirtschaftlich starke, aber oft unterschätzte Branche in Baden-Württemberg“, resümierte Patrick Konopka. „Wer hier investiert, stärkt Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Lebensqualität in unserer Region.“