Patrick Konopka besucht Musikschule Konstanz
Konstanz – Im Rahmen seiner Gespräche mit Bildungs- und Kultureinrichtungen besuchte der FDP-Landtagskandidat für den Wahlkreis Konstanz, Patrick Konopka, die Musikschule Konstanz. Schulleiter Dieter Dörrenbächer informierte über aktuelle Herausforderungen, die insbesondere durch die anstehende Umstellung auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, das Herrenberg-Urteil sowie fehlende digitale Infrastruktur entstehen.
Die Musikschule Konstanz kooperiert aktuell mit 11 Schulen und 11 Kitas und betreut durchschnittlich rund 1.990 Schülerinnen und Schüler, davon etwa 100 Kinder aus Familien mit Sozialpass. Ein besonderes Problem stellt die Teilhabe jener Kinder dar, deren Familien knapp oberhalb der Fördergrenzen liegen.
Ein zentrales Thema war die Unsicherheit rund um die Finanzierung des Ganztagsanspruchs. Musikschulen benötigen ein verlässliches, rechtzeitiges Signal des Landes, um qualitativ hochwertige Bildungsangebote an Schulen planen zu können.
„Wir brauchen drei Viertel eines Jahres Vorlauf, um ein tragfähiges Ganztagsprogramm an Schulen aufzubauen. Die Zeit rennt – und aktuell fehlen uns klare Aussagen des Landes,“ erklärte Schulleiter Dieter Dörrenbächer.
Auch das Herrenberg-Urteil beschäftigt die Einrichtung. Gerade für eine Musikschule im Grenzraum sei es essenziell, dass qualifizierte Honorarlehrkräfte weiterhin flexibel arbeiten können. Zudem zeigte sich, dass Musikschulen im Rahmen des Digitalpakts bislang nicht berücksichtigt wurden – in Konstanz verfüge deshalb nicht jeder Raum über WLAN.
Patrick Konopka betonte die kultur- und bildungspolitische Verantwortung des Landes:
„Musikalische Bildung ist ein zentraler Baustein für Talentförderung, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe. Das Land muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit Musikschulen unabhängig vom Träger verlässlich planen können.“
Im FDP-Landtagswahlprogramm 2026 ist klar verankert, dass Musikschulen gestärkt werden sollen – unter anderem durch einen Landeskulturplan, geringeren Bürokratieaufwand, gleiche Chancen für Musikschulen aller Trägerarten und die Integration musikalischer Bildungsangebote in Schulen.
Konopka kündigt an:
„Ich werde mich im Landtag dafür einsetzen, dass Musikschulen endlich Zugang zu Digitalförderungen erhalten, dass der Ganztagsanspruch solide und transparent finanziert wird und dass engagierte Honorarlehrkräfte weiterhin rechtssicher und frei arbeiten können. Nur so ermöglichen wir echte kulturelle Teilhabe – auch für Familien, die knapp über heutigen Fördergrenzen liegen.“